Ein Abschied mit Ladehemmung (F-Jugend)

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Am 03.07.2021, einem sonnigen Samstag, trafen wir uns um 9:15 Uhr auf dem “Balkon der Erzgebirges“ in Lauter-Bernsbach, um beim dortigen Turnier des SV Saxonia Bernsbach unsere Abschiedsvorstellung in der derzeitigen Zusammenstellung zu geben.

Für den LSC am Start: Danielle-Sophie (K), Maureen (TW), Maximilian, Felix, Jonas, Erik, Carlo und John.

Die Anspannung war spürbar, hatten wir doch seit Oktober letzten Jahres kein Spiel mehr auf dem großen Feld bestritten. Und daher wussten wir nicht, wie wir im Vergleich zu den anderen Teams aufgestellt sein werden. Das Los entschied, dass wir in eine Gruppe mit Grünhain-Beierfeld, FV Blau-Weiß Röhrsdorf und den Kickers 94 Markkleeberg einsortiert wurden. Im Nachhinein sollte sich dieses Los als das Schwerere erweisen, da unsere Gegner in der Vorrunde in den folgenden Platzierungsspielen jeweils als Sieger vom Platz gehen sollten. Die andere Gruppe wurde bespielt vom Gastgeber SV Saxonia Bernsbach, der SG Breitenbrunn, dem SV 1960 Alberoda und der SV Eintracht Bermsgrün.

Im ersten Spiel der jeweils zehnminütig gespielten Vorrunde waren wir gegen den späteren Turniersieger, Kickers 94 Markkleeberg, chancenlos. Ein jeder von uns stand etwas neben sich und war mit den gestellten Aufgaben überfordert. Und so kam es, dass sich unser Gegner Chance um Chance erspielen konnte. Dass dieses Spiel aus unserer Sicht mit einem 0:5 zu Ende ging, hatten wir nur der schlechten Chancenverwertung der Markleeberger zu verdanken.

Mit dem Glauben und  festem Willen, es im zweiten Spiel gegen Grünhain-Beierfeld besser zu machen, gingen wir ins Spiel gegen den späteren Turnierdritten. Hier hielten wir lange Zeit gut mit, auch wenn sich das Spielgeschehen vorzugsweise in unserer Spielhälfte abspielte. Ein jeder kämpfte eindrucksvoll und wollte unbedingt die zweite Niederlage verhindern. Leider konnte unser Gegner zwei Minuten vor dem Spielende per Fernschuss zum verdienten 0:1 Siegtreffer einnetzen.

Wir hatten es in diesen ersten beiden Spielen fertiggebracht, nicht einen einzigen Torschuss für uns zu verbuchen. Dies war uns so noch nie passiert und ließ uns zeitweise auch etwas ratlos und frustriert zurück. Nun ging es im dritten Gruppenspiel darum, ein für uns gutes Ergebnis zu erzielen, um vielleicht noch das Spiel um Platz fünf zu erreichen. Dafür mussten wir Dritter in der Vorrundengruppe werden.

Nach einigen erfolgten Umstellungen gingen wir voller Tatendrang und voller Eifer ins Spiel gegen die Röhrsdorfer, welche in den ersten beiden Spielen auch zweimal als Verlierer, jeweils mit einem 0:5, vom Platz gegangen waren. Und siehe da, gleich in den ersten Spielminuten sollten uns die ersten Abschlüsse des Turniers gelingen. Leider sollte diese gute Anfangsphase das einzig Positive aus unserer Sicht bleiben. In der Folge schnürte uns der Gegner in unserer Spielhälfte ein und konnte mit einem verdienten 0:2 als Sieger vom Platz gehen. Wiederum hatten wir es aus unerklärlichen Gründen nicht geschafft, uns nachhaltig zu befreien und unser gewohntes Kombinationsspiel aufzuziehen. Zum Ende des Turniers belegten die Röhrsdorfer Platz 5.

In der Mittagspause waren wir alle sehr gefrustet. Aber nichtsdestotrotz wollten wir mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch das Spiel um Platz 7 für uns entscheiden. Dieses Vorhaben gingen wir in der für uns etwas ungewohnten Formation 3-2-1 an, spielen wir doch sonst im 2-3-1 System. Dadurch erhofften wir uns etwas mehr Stabilität im Defensivverbund und mehr Sicherheit was den Spielaufbau betrifft.

Da die Platzierungsspiele fünfzehn Minuten dauerten, wartete auf alle sehr viel Laufarbeit. Dies wurde aber von allen über die gesamte Spielzeit sehr gut umgesetzt. Das Spiel lief von Beginn an sehr gut für uns und wir kamen zu vielen hochkarätigen Toreinschussmöglichkeiten. Unsere frühe 1:0-Führung nach einer gespielten Minute konnten wir allerdings nicht weiter ausbauen, wobei uns zweimal der Pfosten und einmal die Latte im Weg stand. Und auch die gute Leistung des gegnerischen Torhüters ließ die Zuschauer am Spielfeldrand jede gespielte Minute mehr verzweifeln. Das erlösende Tor zur Entscheidung wollte einfach nicht fallen. Und so kam es wie es kommen musste in solchen Momenten. Eine Minute vor Spielende konnte der SV Alberoda nach einem kapitalen Abspielfehler unsererseits zum 1:1 einschieben. Und nun sah alles danach aus, dass dieses Spiel erst im Neunmeterschießen entschieden werden würde. Doch ein Durchbruch bis vor des Gegners Tor sollte uns noch gelingen und so konnte unsere Kapitänin vom Tage wenige Sekunden vor Spielende dann doch noch das verdiente und viel umjubelte 2:1 Siegtor erzielen.

So ist uns im letzten gemeinsamen Spiel doch noch ein versöhnlicher Abschluss gelungen und wir konnten uns den 7. Platz sichern. Großes Lob an die gesamte Truppe, die sich trotz der Rückschläge nie hat hängen lassen und immer alles für den Erfolg getan hat. Das mehr in unserer Truppe steckt, konnten wir bereits mehrfach unter Beweis stellen. Doch wohl auch aufgrund der langen Pause waren wir nicht in der Lage, unsere Leistung so abzurufen wie es nötig gewesen wäre, um gegen diese starken Mannschaften bestehen zu können.

Turniersieger wurden die Kickers 94 aus Markkleeberg. Zweiter wurden die Gastgeber des SV Saxonia Bernsbach, bei denen wir uns an dieser Stelle auch nochmal herzlichst für die Einladung und die sehr gute Verköstigung bedanken möchten. Das Podium wurde komplettiert vom Team aus Grünhain-Beierfeld. Die weiteren Plätze belegten die Teams der SG Breitenbrunn auf Platz 4., die Röhrsdorfer auf Platz 5., Eintracht Bermsgrün folgte auf Platz 6. und der SV Alberoda belegte hinter uns den achten Turnierplatz des 17. Saxonia-Cup.

Nun lassen wir diese, durch Corona verlorene und verkorkste Saison bis zu den Sommerferien noch mit drei bis vier Trainingseinheiten ausklingen und gehen dann alle in den verdienten Urlaub.

Sportliche Grüße und Glückauf. (MN)

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