In Lößnitz fehlt das Quäntchen Glück (F-Jugend)

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Am Samstag, den 12.09.2020, führte die F-Jugend ihre erste Pflichtspielreise der Saison nach Lößnitz ins Stadion an der Talstraße. Dort bestritt sie das Auftaktspiel der Saison 20/21 gegen die dort agierende Mannschaft der SpG Lößnitz/Affalter/Alberoda.

Die Lugauer Vereinsfarben vertraten an diesem sonnigen Samstagmorgen folgende Akteure: Maureen (TW), Jonas (K), Carlo, Erik, John, Felix, Jan, Maximilian, Lilly und Danielle-Sophie.

Pünktlich 9:15 Uhr betraten die beiden Mannschaften den Kunstrasenplatz. Dieses Geläuf erforderte von uns erst einmal wieder eine gewisse Umgewöhnung, da wir in den bisherigen Testspielen immer auf Naturrasen agiert hatten. Dem entsprechend holprig war der Beginn des Spiels. Viele Abspielfehler auf beiden Seiten, kaum Spielfluss und viele lange und hohe Bälle bestimmten die ersten Minuten des Spiels. Dies hatte zur Folge, dass die ersten drei Tore des Spiels dann auch zwangsläufig nach ruhenden Bällen fielen. Bereits in der zweiten Spielminute konnte der Gastgeber nach einer Ecke in Führung gehen. Der Ball wurde straff an den kurzen Pfosten gespielt und wir konnten den Ball trotz zahlenmäßiger Überlegenheit nicht klären. Leider war das Gegenteil der Fall. Nahezu ohne Einwirkung des Gegners stocherten wir uns den Ball selbst ins Tor. Ob der Ball vollständig hinter der Linie war, ließ sich nicht abschließend klären. Aus Sicht der Trainerpostion war der Ball über der Torlinie und da der Videoschiedsrichter nicht eingegriffen hat, haben wir auf Tor entschieden.

Auch wenn bei uns aufgrund dieses Rückstands kurzzeitig die Köpfe nach unten gingen, wollten wir doch gleich zurückschlagen und uns nicht kampflos ergeben. Nach einigen gespielten Minuten kamen wir dann auch immer besser mit dem Untergrund zurecht. Leider konnten wir unsere Möglichkeiten nicht entschlossen und zielgenau genug abschließen. Der Torhüter des Gegners zog die Bälle förmlich wie ein Magnet an, unabhängig an welcher Stelle des Tors dieser gerade positioniert war. Der Ausgleich zum 1:1 fiel dann nach einem weit geworfenen Einwurf in Richtung des Tores. Unser Stoßstürmer konnte den langen Ball in der 9. Spielminute gut an- sowie mitnehmen und zielgenau in die rechte untere Ecke abschließen.

In Spielminute 14. gingen wir dann nach einem gut geschlagenen Eckball sogar mit 1:2 in Führung, weil wir im Strafraum gut positioniert waren und unser Torschütze mit dem langen Bein abstauben konnte. Leider währte diese Führung nicht lange. Bereits eine Spielminute später konnte die SpG zum 2:2 ausgleichen, auch weil wir großzügig mitgeholfen und nach einem langen Ball viel zu zögerlich und abwartend agiert haben. Nach weiteren guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, welche aber nichts Zählbares einbrachten, ging es überpünktlich in der Pause.

Nach einigen Minuten des Verschnaufens und Sammelns ging es wieder auf den Rasen, um die zweiten zwanzig Minuten in Angriff zu nehmen. Diesmal waren wir gleich von Beginn an gut im Spiel. Leider waren wir auf dem Weg nach vorne nicht ganz so zwingend und zielstrebig wie es notwendig gewesen wäre, um die Abwehrreihe des Gegners zu überspielen. So passierte vor den Toren in den ersten gespielten Minuten der zweiten Hälfte recht wenig. Unser Gegner konnte dann in der 22. Spielminute eine Unachtsamkeit in unserem Spielaufbau nutzen und den Spielstand auf 3:2 stellen. Nach diesem Tor schien bei uns nicht mehr viel zu gehen. Wir zeigten zwar hohen Einsatz und Einsatzfreude, aber nach vorne wollte uns einfach nichts Erwähnenswertes gelingen. Als wir dann in Spielminute 35. das vierte Tor des Tages kassierten, schien die Vorentscheidung gefallen. Aber die letzten Minuten des Spiels sollten noch einmal turbulent werden. Wir gaben unsere strikte Abwehrformation auf und warfen noch einmal alles nach vorne. Dieses Risiko sollte auch zugleich Früchte tragen. Bereits eine Minute nach dem 4:2 konnten wir uns gut durch die Reihen des Gegners kombinieren und den Angriff zum 4:3 vollenden. Nun waren unsere Lebensgeister wieder erwacht und ein jeder glaubte an den möglichen Auswärtspunkt. Da wir nun aber im Abwehrverbund sehr offen agierten und die Absicherung im Umschaltspiel zum wiederholten Male nicht funktionierte, musste Maureen im Tor allein gegen drei anstürmende Gegner ihr Glück versuchen. Und obwohl sie den ersten Ball noch abwehren konnte, drückte ein anderer Spieler den Ball über die Linie. Nun lagen wir in der 38. Spielminute wieder mit zwei Toren in Rückstand. Mit dem Mut der Verzweiflung drängten wir aber weiter in Richtung Tor des Gegners. Diese mutige Spielweise wurde wiederum belohnt und wir konnten eine Minute vor Spielende auf 5:4 stellen.

Da nun nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, warfen wir uns zu fünft in das Aufbauspiel des Gegners und sollten auch noch eine Chance erhalten. Nach einem erkämpften Ball an der rechten Außenlinie und der schnellen Weiterleitung in die Mitte des Spielfeldes kamen wir aus spitzen Winkel noch einmal zum Abschluss. Der Ball prallte an den Innenpfosten, rollte die Linie entlang und wurde vom Torwart des Gegners aufgenommen. Dann ertönte der Schlusspfiff.

Am Ende steht diese etwas unglückliche 5:4-Niederlage, welche vom Spielverlauf her durchaus vermeidbar gewesen wäre. Nichtsdestotrotz kann man mit dieser Leistung wieder grundsätzlich zufrieden sein. Wir zeigen von Spiel zu Spiel Verbesserungen in unserem Spiel mit dem Ball. Leider bringen wir uns durch unnötige Fehler immer wieder selbst um den verdienten Lohn. Diese Fehler gilt es nun beim nächsten Male zu minimieren, um uns endlich den verdienten ersten Saisonsieg holen zu können.

Am nächsten Samstag, den 19.09.20, wartet nun das erste Heimspiel der Saison auf uns. Wir treffen am Vormittag um 9:15 Uhr auf die zweite Vertretung des FC Stollberg, welche auch eine Niederlage aus der Auftaktpartie wettmachen will. (MN)     

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